ANSTALTSORDNUNG

 

§ 1

Art der Krankenanstalt

 

Die Medalp Sportclinic Imst ist eine private Krankenanstalt in der Betriebsform einer bettenführenden Sonderkrankenanstalt für Unfallchirurgie und Orthopädie.

 

§ 2

Träger der Krankenanstalt

 

Träger der Krankenanstalt ist die medalp zentrum für ambulante chirurgie Betriebs GmbH mit Sitz in Medalp Platz 1; A-6460 Imst.

 

 

§ 3

Zweck und Aufgaben

 

(1)     Die Medalp Sportclinic Imst dient der Untersuchung und Behandlung  von Personen, die einer Behandlung und Anstaltspflege in den unten angeführten Leistungsschwerpunkten bedürfen. Dies umfasst insbesondere die medizinische Behandlung und operative Eingriffe nach Sportunfällen.

 

 

(2)     In der Medalp Sportclinic Imst wird folgendes medizinisches Leistungsangebot erbracht:

           

Unfallchirurgie:

 

          konservativ: Heilbehandlung mit Bandagen, Salbenverbänden, Gipsverbänden und Orthesen;

          operativ:

-   Wundversorgungen

-   endoskopische Operationen am Kniegelenk

-  endoskopische Operationen am Schultergelenk

-  endoskopische Operationen am Ellbogengelenk

-  endoskopische Operationen am Sprunggelenk

-  handchirurgische Eingriffe

-  Operationen von Frakturen des Handskelettes

-  Operationen von Frakturen der unteren Extremität

-  Operationen von Frakturen der oberen Extremität

 

Orthopädie:

 

-  Gipsverbände

-  Vorfuß- und Handoperationen

-  endoskopische Operationen

-  konservative orthopädische Verfahren

 

.

 

§ 4

Einrichtungen

 

Die Krankenanstalt verfügt im medizinischen Bereich im Wesentlichen über folgende Einrichtungen:

 

Eine Aufteilung in unterschiedliche Abteilungen besteht nicht. In der Medalp Sportclinic Imst sind insbesondere zwei Operationssäale, eine Aufwach-/IMCU-Einheit, eine Station , Behandlungräume, Röntgenbereich mit digitalem Röntgen, MRT und CT vorhanden.

 

 

§ 5

Organisation

 

(1) Für die wirtschaftlichen, personellen, administrativen und technischen Angelegenheiten der Anstalt wird vom Träger der Krankenanstalt eine geeignete Person als Verwaltungsleiter und für den Fall deren Verhinderung ein Stellvertreter bestellt. Der Verwaltungsleiter untersteht dem Träger der Krankenanstalt und ist an dessen Weisungen gebunden.

 

(2) Die verantwortliche Leitung des ärztlichen Dienstes der Krankenanstalt und die Wahrnehmung aller mit der ärztlichen Behandlung der Patienten zusammenhängenden Aufgaben obliegt dem vom Träger der Krankenanstalt bestellten ärztlichen Leiter – Dr. Alois Schranz. Zur Vertretung des ärztlichen Leiters ist ein Stellvertreter bestellt – Dr. Manfred Lener.

 

(3) Die verantwortliche Leitung des Pflegedienstes sowie die Wahrnehmung sämtlicher damit zusammenhängender Aufgaben obliebt der vom Träger der Krankenanstalt bestellten Pflegedienstleitung.

 

(4) Die Ärztliche Leitung, Pflegedienstleitung sowie Verwaltungsleitung bildden gemeinsam die kollegiale Führung. Die kollegiale Führung hat dafür zu sorgen, dass sämtliche einschlägige Rechtsvorschriften sowie Weisungen der Organe des Rechtsträgers, die den Krankenhausbetrieb regeln, eingehalten werden und hat allfällige Mängel unverzüglich der Geschäftsführung mitzuteilen. Die kollegiale Führung ist insbesondere für die Durchführung umfassender Qualitätssicherungsmaßnahmen verantwortlich.

 

Die kollegiale Führung hat zu gewährleisten, dass eine qualitativ hochwertige und dem Versorgungsauftrag entsprechende medizinische, medizinisch-technische und pflegerische Versorgung sowie eine bedarfsgerechte Unterbringung der Patienten gegeben sind.

 

Sämtliche Mitglieder der kollegialen Führung haben bei der Ausübung ihrer Funktion gegenseitig auf ihre Stellung Rücksicht zu nehmen und sind zur engen Zusammenarbeit und gegenseitigen Information verpflichtet. Sie haben ihre Tätigkeit so zu gestalten, dass die einheitliche Leitung der Krankenanstalt sowohl im Interesse der Patienten als auch nach den gesetzlichen Vorschriften, den Bestimmungen dieser Anstaltsordnung und den Anordnungen des Trägers der Krankenanstalt gewährleistet ist. Ist die Herstellung eines Einvernehmens in der kollegiealen Führung erforderlich und kann ein solches nicht erzielt werden, so hat bei Gefahr im Verzuge in allen Angelegenheiten des medizinischen Bereiches vorläufig der ärztliche Leiter zu entscheiden.

 

(5) Der Träger der Krankenanstalt hat für die Belange der Hygiene einen Hygienebeauftragten und für die Belange der technischen Sicherheit zum Schutz der Patienten einen technischen Sicherheitsbeauftragten bestellt.

 

(6) Der Träger der Krankenanstalt hat für die Fortbildung der Angehörigen des ärztlichen Dienstes, des medizinischen Personals und des Verwaltungspersonals Sorge zu tragen.

 

 

§ 6

Ärztlicher Leiter

 

Dem ärztlichen Leiter obliegt die verantwortliche Leitung des ärztlichen Dienstes in der Krankenanstalt und die mit der ärztlichen Untersuchung und Behandlung der Patienten zusammenhängenden Aufgaben. Er ist dem Träger der Krankenanstalt für die Durchführung seiner Aufgaben verantwortlich und an dessen Weisungen ausgenommen medizinische Belange - gebunden. Bei Verhinderung des ärztlichen Leiters ist dieser durch den stellvertretenden ärztlichen Leiter zu vertreten. Er ist befugt im Rahmen seines Wirkungsbereiches die nötigen verbindlichen Anordnungen zu treffen.

 

Dem ärztlichen Leiter obliegen insbesondere folgende Aufgaben:

 

a)        Die Aufsicht über die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und behördlichen Verfügungen, die für die ärztliche Tätigkeit in der Krankenanstalt bestehen.

b)        Überwachung von Qualitätssicherungsmaßnahmen im medizinischen Bereich

c)        Die Erstattung von Berichten im Rahmen seines Wirkungsbereiches und die Beratung des Verwaltungsleiters bei der Besorgung seiner Aufgaben, soweit diese medizinische Angelegenheiten berühren.

d)       Die Diensteinteilung der Ärzte zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen ärztlichen Versorgung der Patienten. Die Beaufsichtigung der Ärzte und des nichtärztlichen medizinischen Personals, um zu gewährleisten, dass Patienten nur nach den Grundsätzen und anerkannten Methoden der medizinischen Wissenschaft ärztlich behandelt werden sowie die Erledigung von allen Angelegenheiten, soweit es sich um medizinische Fachfragen handelt.

e)        Entscheidung in Zweifelsfällen über die Aufnahme und Entlassung und über eine allfällige Unabweisbarkeit von Patienten

f)         Die Sorge um die Krankenhaushygiene und die Überwachung aller nötigen hygienischen Maßnahmen in der Krankenanstalt, unbeschadet der Zuständigkeit des Hygienebeauftragten.

g)        Die Sicherstellung der Erfüllung der dringlichen medizinischen Erfordernisse.

h)        Die Sicherstellung und Überwachung des Medikamenten- und Heilmittelbedarfes.

i)          Die Aufsicht über die ordnungsgemäße Führung und Aufbewahrung der Krankengeschichten.

j)          Überwachung und Sicherstellung der Aus-, Fort- und Weiterbildung des ihm zur fachlichen Aufsicht unterstellten Personals;

k)        Sicherstellung, dass dass ärztliche Hilfe in der Anstalt jederzeit sofort erreichbar.

 

 

 

 

 

 

§ 7

Nichtärztliches medizinisches Personal

 

(1) Der gehobene Gesundheits- und Krankenpflegedienst, gehobene medizinischtechnische Dienst, medizinisch-technische Fachdienst, Pflegedienst und der Sanitätshilfsdienst ist nach den Weisungen des ärztlichen Leiters und nach den Weisungen der Ärzte, für welche die Zuteilung zur Dienstleistung erfolgte, zu verrichten und dem ärztlichen Leiter bzw. den zuständigen Ärzten in medizinischen Belangen unmittelbar unterstellt.

 

(2) Die Angehörigen des nichtärztlichen medizinischen Personals haben ihre Tätigkeiten gewissenhaft, genau und rechtzeitig auszuführen und dürfen nur jene Tätigkeiten durchführen, zu denen sie berufsrechtlich  befugt sind.

 

(3) Dem Krankenpflegepersonal obliegt insbesondere die Pflege und Betreuung der stationär aufgenommen Patienten. Dazu ist der Pflegedienst derart einzuteilen, sodass ständig zumindest eine Angehörige des gehobenen Dienstes in der Sonderkrankenanstalt Dienst hat und für die Patienten sofort erreichbar ist.

 

§ 8

Pflegedienstleitung

 

Der Leiterin (dem Leiter) des Pflegedienstes obliegt die Leitung und Koordination des gehobenen Dienstes der Gesundheits- und Krankenpflege sowie des im Bereich des Pflegedienstes eingesetzten Personals des Sanitätshilfsdienstes

 

 

(5)       Die Pflegedienstleitung hat insbesondere folgende Aufgaben:

 

·     Überwachung und Gewährleistung der kontinuierlichen, fachlich qualifizierten Pflege der Patienten;

·     Entscheidung über anzuwendende Pflegesysteme im Einvernehmen mit der Geschäftsführung, Festlegung der Pflegeziele und Sorge für die Anwendung von anerkannten Pflegestandards;

·     Planung, Organisation, Koordination, Kontrolle und Dokumentation aller die Pflege betreffenden Maßnahmen;

·     Feststellung der Eignung und fachliche Beurteilung der Mitarbeiter des Wirkungsbereiches;

·     Überwachung des ordnungsgemäßen Dienstablaufes in der Pflege und im Funktionsbereich;

·     regelmäßige Teilnahme an ärztlichen Visiten, Durchführung von Pflegevisiten,
Überprüfung der Dienstprotokolle, Pflegedokumentation usw.;

·     Entscheidung über den Personaleinsatz und die Dienstzuteilung im Wirkungsbereich nach Maßgabe des Dienstpostenplanes;

·     Sicherstellung der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie der Sonderausbildung des Personals des Wirkungsbereiches;

·     Sicherstellung eines reibungslosen Ablaufes des Pflegedienstes in der Krankenanstalt und Sorge dafür, dass bestimmte Betreuungs- und Pflegeleistungen nur von jenen Personen erbracht werden, die auf Grund bestehender Vorschriften dazu befugt sind;

 

 

Im Rahmen dieser Tätigkeiten ist die Pflegedinestleitung zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und behördlichen Erlässe und Verfügungen verpflichtet und befugt, im Rahmen ihres Wirkungsbereiches die notwendigen Anordnungen zu treffen.

 

§ 9

Verwaltungsleiter

 

(1) Dem Verwaltungsleiter obliegt die Leitung des Anstaltsbetriebes in wirtschaftlicher, personeller, administrativer und technischer Hinsicht. Dabei hat er Sorge dafür zu tragen, dass alle für den Anstaltsbetrieb vorhandenen Einrichtungen in technischer Hinsicht durch entsprechendes Personal betreut und instand gehalten werden und das notwendige Personal eingestellt wird.

 

(2) In allen Angelegenheiten, die in den Aufgabenbereich des Verwaltungsleiters fallen, die aber auch den ärztlichen oder nichtärztlichen medizinischen Bereich berühren, ist das Einvernehmen mit dem ärztlichen Leiter und dem sonstigen allenfalls bestellten Funktionspersonal herzustellen.

 

(3) Der Verwaltungsleiter hat dafür Sorge zu tragen, dass eine entsprechende Personalplanung durchgeführt wird und über deren Ergebnisse jährlich der Landesregierung berichtet wird. Der Verwaltungsleiter hat im Einvernehmen mit dem ärztlichen Leiter dafür Sorge zu tragen, dass die Durchführung von Maßnahmen der Qualitätssicherung sichergestellt werden.

 

(4) Der Verwaltungsleiter hat das nichtmedizinische Personal über die Verschwiegenheitspflicht zu unterweisen.

 

 

§ 10

Krankenhaushygieniker / Hygienebeauftragter

 

(1) Der zum Krankenhaushygieniker / Hygienebeauftragten bestellte Arzt hat dem Träger der Anstalt und dem ärztlichen Leiter alle Maßnahmen vorzuschlagen, die vom Standpunkt der Hygiene für die ordnungsgemäße Behandlung der Patienten der Krankenanstalt notwendig oder empfehlenswert sind. Er ist bei allen Planungen für Neu-, Zu- und Umbauten der Krankenanstalt hinzuzuziehen.

 

(2) Der Krankenhaushygieniker / Hygienebeauftragte hat auch die Einhaltung der aus hygienischen Gründen erlassenen Anordnungen zu überwachen, diesbezügliche Missstände oder Unzukömmlichkeiten abzustellen und den Träger der Krankenanstalt entsprechend zu informieren.

 

§ 11

Technischer Sicherheitsbeauftragter

 

(1) Zur Wahrung der technischen Sicherheit und des einwandfreien Funktionierens der in der Anstalt verwendeten medizinisch-technischen Geräte und technischen Einrichtungen ist vom Träger der Krankenanstalt eine fachlich geeignete Person zum Technischen Sicherheitsbeauftragten zu bestellen. Die Bestellung ist der Landesregierung anzuzeigen.

 

 (2) Der Technische Sicherheitsbeauftragte hat die medizinisch-technischen

Geräte und die technischen Einrichtungen der Krankenanstalt zum Schutz der in Behandlung stehenden Personen regelmäßig zu überprüfen oder überprüfen zu lassen. Er hat ferner für die Beseitigung von Gefahren, die sich aus festgestellten Mängeln ergeben, sowie für die Behebung der Mängel zu sorgen. Vom Ergebnis der Überprüfung bzw. von festgestellten Mängeln und deren Behebung sind der ärztliche Leiter und der Verwaltungsleiter unverzüglich in Kenntnis zu setzen.

 

(3) Der Technische Sicherheitsbeauftragte hat bei seiner Tätigkeit mit den zur Wahrnehmung des Schutzes des Lebens oder der Gesundheit von Menschen nach den Bestimmungen des Strahlenschutzgesetzes und des Arbeitnehmerlnnenschutzgesetzes bestellten Personen zusammenzuarbeiten.

 

(4) Der Technische Sicherheitsbeauftragte hat den ärztlichen Leiter und den Verwaltungsleiter in allen Fragen der Betriebssicherheit und des einwandfreien Funktionierens der medizinisch-technischen Einrichtungen zu beraten. Er ist bei allen Planungen von Neu-, Zu- und Umbauten der Krankenanstalt sowie bei der Anschaffung von medizinisch-technischen Geräten und technischen Einrichtungen zuzuziehen.

 

 

 

§ 12

Verschwiegenheitspflicht

 

(1) Alle in der Krankenanstalt beschäftigten oder in Ausbildung stehenden Personen sind zur Verschwiegenheit über alle den Gesundheitszustand von Patienten betreffenden Umstände oder über deren persönliche, wirtschaftliche und sonstige Verhältnisse verpflichtet, die ihnen in Ausübung ihres Berufes oder anlässlich ihrer Ausbildung bekannt geworden sind.

 

(2) Die Verschwiegenheitspflicht besteht auch nach Beendigung des Dienstverhältnisses weiter. Jede Mitnahme von patienten- oder personenbezogenen Daten, von Akten außerhalb des Krankenhauses sowie die Versendung von E-Mails mit patienten- oder personenbezogenen Daten, ausgenommen bei medizinischer Notwendigkeit, ist untersagt. Die Mitarbeiter sind nachweislich über die sie treffende Verschwiegenheitspflicht zu unterrichten.

 

 

(2) Die Verschwiegenheitspflicht besteht nicht, wenn im Einzelfall die Offenbarung des Geheimnisses nach Art und Inhalt durch ein öffentliches Interesse, insbesondere durch Interessen der öffentlichen Gesundheitspflege oder der Rechtspflege gerechtfertigt ist.

 


§13

Patientenrechte

 

(1) Alle Mitarbeiter der Krankenanstalt sind verpflichtet, die Patientenrechte gem. § 9a  T-KAG zu wahren, insbesondere

 

·     Das Recht auf Selbstbestimmung und auf Einwilligung in alle Behandlungen und Untersuchungen;

 

·     Jeder Patient ist unabhängig von Geschlecht, Rasse, Religion, Krankheit etc gleich nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft und anerkannten Methoden zu behandeln und darf nicht diskriminiert werden.

 

·     Information über die ihnen zustehenden Rechte sowie ihr Recht auf Einsicht in die Krankengeschichte;

·     Recht auf verständliche und umfassende Aufklärung und Information über die Behandlungsmöglichkeiten, Behandlungsalternativen samt allfälliger Risiken sowie mögliche anfallende Kosten;

 

·     Recht auf Datenschutz seiner persönlichen Daten und Einhaltung der Verschwiegenheitspflicht des Krankenhauspersonals und des Personals von Fremdfirmen sowie Recht auf Verwendung der Daten von Patienten für medizinische Forschungszwecke ausschließlich mit schriftlicher Zustimmung des Patienten;

 

·     Beiziehung einer Vertrauensperson des Patienten in Bezug auf medizinische Informationen in Form eines zur selbständigen Berufsausübung berechtigten Arztes, sofern der Patient dies wünscht;

 

·     ausreichende Besuchs- und Kontaktmöglichkeiten mit der Außenwelt, mit Vertrauenspersonen des Patienten; im Falle einer nachhaltigen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes müssen Vertrauenspersonen auch außerhalb der Besuchszeiten Kontakt mit dem Patienten aufnehmen können;

 

·     Sicherung einer psychologischen Unterstützung auf Wunsch des Patienten;

·     ausreichende Wahrung der Intimsphäre des Patienten in den Krankenzimmern und sonstigen Einrichtungen, insbesondere bei der Aufnahme, im Schockraum und im Rahmen einer Operation;

 

·     Sicherung allgemeiner medizinischer Anliegen des Patienten durch einen zur selbständigen Berufsausübung berechtigten Arzt zusätzlich zur Erbringung der fachlichen Leistungen;

 

·     Patienten, Angehörige, Vertrauenspersonen und Besucher haben das Recht, Wünsche und Beschwerden vorzutragen. Jene Mitarbeiter, die solche Beschwerden
übernehmen, haben diese an die zuständigen Stellen (Beschwerdemanagement) weiterzuleiten, damit die entsprechenden Veranlassungen getroffen werden können;

 

·     Jeder Patient hat das Recht, im Vorhinein Willenserklärungen abzugeben, durch die sie für den Fall der Verlusts ihrer Handlungsfähigkeit den Wunsch des Unterbleibens einer Behandlung oder von bestimmten Behandlungsmethoden ausdrücken. Jeder Patient ist über dieses Recht zu informieren. Die von den Patienten so mitgeteilten Willenserklärungen sind einzuhalten.

 

·     Zur Prüfung allfälliger Beschwerden und zur Wahrnehmung der Patienteninteressen steht eine unabhängige Patientenvertretung beim Amt der Tiroler Landesregierung zur Verfügung.

 

·     Recht auf Mitnahme von Assistenz- und Therapiebegleithunden (Blindenführhunden, Servicehunden, Signalhunden) nach § 39a Bundesbehindertengesetz ausschließlich in den dafür vorgesehenen Bereichen, nämlich ausschließlich im Eingangsbereich bzw im Außenbereich. Darüber hinaus ist die Mitnahme von Assistenz- und Therapiebegleithunden aus hygienischen Gründen nicht zulässig. Für Personen, die auf die Hilfe von Assistenz- und Therapiebegleithunden angewiesen sind, wird seitens des Krankenhauses sichergestellt, dass diese vor Ort eine Begleitung erhalten.

 

§ 14

Regelungen über die Behandlung von Beschwerden von Pfleglingen, deren Angehörigen oder deren Vertrauenspersonen

 

Bei      Beschwerden von      Pfleglingen,    deren   Angehörigen   oder     deren

Vertrauenspersonen ist nach Maßgabe der Anlage zur Anstaltsordnung vorzugehen.

 

§ 15

Allgemeine Dienstpflichten

 

(1) Die in der Krankenanstalt beschäftigten oder in Ausbildung stehenden Personen haben die ihnen zugewiesenen Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen. Sie haben sich gegenüber den Patienten rücksichtsvoll, höflich und hilfsbereit zu verhalten und dabei auf die Intimsphäre des Patienten Rücksicht zu nehmen. Das Rauchen ist in den Untersuchungs- und Behandlungsräumen verboten.

 

(2) Das Personal der Krankenanstalt ist für die ordentliche und gewissenhafte Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben gegenüber dem Träger der Krankenanstalt verantwortlich. Die zivil- und strafrechtliche Haftung für Pflichtverletzungen wird dadurch nicht berührt.

 

§ 16

Hausordnung (Verhalten der Patienten und der Besucher)

 

(1) Die Anordnungen der Ärzte und des befugten Personals sind im Interesse der Patientenbehandlung und des geordneten Betriebsablaufes zu befolgen.

 

(2)Alle Einrichtungen der Krankenanstalt sind schonend zu benützen und rein zu halten.

 

(3) Das Mitnehmen von Tieren in die Krankenanstalt ist nicht gestattet.

 

(4) Für die von den Patienten mitgebrachten Kleider, Wäsche und sonstigen Gebrauchsgegenstände wird von der Anstalt keine Haftung übernommen. Geld, Wertgegenstände udgl. können gegen Bestätigung bei der Verwaltung hinterlegt werden.

 

(5) Das Rauchen ist grundsätzlich in der Krankenanstalt - mit Ausnahme des ausdrücklich dafür vorgesehenen Raumes- verboten.

 

(6) Die Patienten haben das Recht auf Wahrung ihrer Persönlichkeit und auf Information und Beratung.

 

(7) Bezüglich der Beschwerden der Patienten darf auf den Anhang verwiesen werden (Beschwerdemanagement)

 

(8) Mitnahme von Tieren in die Krankenastalt ist nicht gestattet – davon ausgenommen sind jedoch Assistenz- und Therapiehunde im Sinne des Bundesbehindertengesetzes sofern keine hygienischen Gründe dagegen sprechen in den dafür vorgesehenen Bereichen.


 

Regelungen über die Behandlung von Beschwerden von Pfleglingen, deren Angehörigen oder deren Vertrauenspersonen

(Beschwerdemanagement)

 

Persönlicher Geltungsbereich:

 

Die nachfolgenden Regelungen gelten für alle Mitarbeiterinnen einer Krankenanstalt, die mit Beschwerden von Pfleglingen, deren Angehörigen oder deren Vertrauenspersonen konfrontiert werden.

 

I.         Beschwerden,            die       an        die       Krankenanstalt         gerichtet         sind             (krankenhausinternes Beschwerdemanagement)

 

  1. Beschwerden an die Krankenanstalt können schriftlich oder mündlich bzw. telefonisch eingebracht werden. Schriftliche Beschwerden können nach Maßgabe der vorhandenen technischen Möglichkeiten der Krankenanstalt per Telefax (+43-5418-51100), E-Mail (schranz@medalp.com) etc. eingebracht werden.
  2. Bei mündlichen Beschwerden ist von der befassten Person ein Vermerk mit nachfolgendem Mindestinhalt zu erstellen:

Datum des Gespräches, Gesprächspartner, nähere Angaben zum Beschwerdeinhalt (inkl. zeitliche Eckdaten der Behandlung), Erreichbarkeit des Beschwerdeführers, Unterschrift des Beschwerdeempfängers.

  1. Eingelangte Beschwerden sind unverzüglich an den Verwaltungsleiter bzw. - im Fall des § 16 Abs 4 Tir KAG- an den Träger der Krankenanstalt weiterzuleiten.
  2.  Die Beschwerde ist von diesem an den/die dem Thema nach in Funktionsträger (ärztlicher Leiter,             Technischer Sicherheitsbeauftragter, Hygienebeauftragter)

weiterzuleiten.

  1. Der/die sonach befasste(n) betroffene(n) Funktionsträger hat/haben zur Beschwerde unverzüglich schriftlich Stellung zu nehmen und nach Möglichkeit konkrete Maßnahmen vorzuschlagen.
  2. Der Verwaltungsleiter bzw. - im Falle des § 16 Abs 4 Tir KAG- der Träger der Krankenanstalt hat in der Folge im Falle berechtigter Beschwerden im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten im Zusammenwirken mit den weiteren Funktionsträgern die erforderlichen Maßnahmen zu treffen/veranlassen.
  3.  Der/die betroffenen Funktionsträger hat/haben den Verwaltungsleiter bzw. - im Falle des § 16 Abs 4 Tir KAG- den Träger der Krankenanstalt über das Ergebnis der Veranlassungen zu informieren.
  4. Der Verwaltungsleiter bzw. -im Falle des § 16 Abs 4 Tir KAG- der Träger der Krankenanstalt hat die beschwerdeführende Person über das Ergebnis der Überprüfung sowie über die weiteren Veranlassungen zu informieren.

 

II. Beschwerden, die an die Tiroler Patientenvertretung gerichtet sind:

 

  1. Beim Amt der Tiroler Landesregierung ist die unabhängige Tiroler Patientenvertretung eingerichtet. Die Tiroler Patientenvertretung (Adresse: 6020 Innsbruck, Sillgasse 8, 3.Stock) ist unter der Telefon-Nummer 0512/508-7700 bzw. mittels E-Mail unter patientenvertretung@tirol.gv.at erreichbar.
  2. Der Verwaltungsleiter bzw. -im Falle des § 16 Abs 4 Tir KAG- der Träger der Krankenanstalt hat die Pfleglinge in geeigneter Weise über die Tiroler Patientenvertretung und deren Erreichbarkeit zu informieren.

 

 

Beschwerden an die unabhängige Tiroler Patientenvertretung können direkt bei dieser bzw. auch über die Krankenanstalt eingebracht werden. In der Krankenanstalt werden Beschwerden Herrn Dr. Schranz, im Falle der Abwesenheit von Herrn Dr. Lener, entgegengenommen. Auf Punkt 1.1. und 1.2. wird verwiesen.

 

 

Werden Beschwerden an die Tiroler Patientenvertretung direkt bei der Krankenanstalt eingebracht, so sind diese nach § 13e Abs 2 Tir KAG entgegenzunehmen und im Wege des Verwaltungsleiters bzw. im Falle des § 16 Abs 4 Tir KAG- im Wege des Rechtsträgers (außer dies wird vom Beschwerdeführer nicht gewünscht) unverzüglich an die Tiroler Patientenvertretung weiterzuleiten.

 

 

medalp Imst - Zentrum für ambulante Chirurgie Betriebs GmbH


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